1. Die Reifenbezeichnung lesen
Auf der Flanke jedes Pkw-Reifens steht eine normierte Kombination wie 205/55 R16 91V:
- 205 - Reifenbreite in mm
- 55 - Querschnittsverhältnis (Seitenwandhöhe = 55% der Breite = 112,75 mm)
- R - Radialreifen
- 16 - Felgendurchmesser in Zoll
- 91 - Tragfähigkeitsindex (615 kg/Reifen)
- V - Geschwindigkeitsindex (bis 240 km/h)
Mit dem Reifenrechner kannst du zwei Größen direkt vergleichen.
2. Den DOT-Code verstehen
Die letzten vier Ziffern des DOT-Codes zeigen Produktionswoche und -jahr. 2319 = Woche 23 des Jahres 2019 (Juni 2019). Reifen sollten nach 6 Jahren geprüft und nach 10 Jahren ausgetauscht werden.
Tipp: DOT-Decoder ermittelt Alter automatisch und erstellt einen Kalender-Reminder.
3. Winterreifen vs. Ganzjahresreifen
Nur Reifen mit dem 3PMSF-Symbol (Schneeflocke auf Berg) erfüllen in Deutschland und Österreich die gesetzlichen Anforderungen. Das M+S-Symbol allein reicht seit 2024 nicht mehr aus. Ganzjahresreifen mit beiden Symbolen sind in DACH erlaubt - ein Kompromiss für gemäßigtes Klima.
4. Profiltiefe: Gesetz vs. Praxis
Gesetzlich: 1,6 mm. Empfehlung ADAC: mindestens 4 mm für Winterreifen, 3 mm für Sommerreifen. Unter 4 mm nimmt die Wintereignung deutlich ab.
5. Winterreifenpflicht in Europa
Deutschland: situative Pflicht (kein festes Datum). Österreich: 1. November bis 15. April. Schweiz: keine Pflicht, aber Haftungsrisiko. Details für 15 Länder in der Winterpflicht-Übersicht.